HEINRICH HEINES LE GRAND

Ein Stück von Jörg U. Lensing

Schauspiel  ·  Musik  ·  Theater der Klänge  ·  Zweisprachig (DE/FR)

URAUFFÜHRUNG

13. März 2025

Templum – Dä Düsseldorfer Salon

REGIE & SZENOGRAFIE

J.U. Lensing

ein Stück des THEATER DER KLÄNGE

MUSIK

Jean-Jacques Lemêtre

J.U. Lensing

EINE PRODUKTION DES THEATER DER KLÄNGE

Schlage die Trommel und fürchte dich nicht,
Und küsse die Marketenderin!
Das ist die ganze Wissenschaft,
Das ist der Bücher tiefster Sinn.

Heinrich Heine


Wo liegt der Ursprung einer Faszination? Das THEATER DER KLÄNGE stellt diese Frage an ein Stoff, der die Kulturgeschichte Düsseldorfs in eine unerwartete Richtung beleuchtet: Heinrich Heines Frankophilie. Der wohl berühmteste Sohn der Stadt wuchs als Spross jüdischer Tuchhändler im von Napoléon Bonaparte besetzten Düsseldorf auf – und begegnete dabei dem einfachen Tambour Armand Le Grand, dem er später einen ganzen Band seiner „Reisebilder“ widmen sollte.

J.U. Lensing versucht in seiner Inszenierung diese Faszination einzufangen, indem er Le Grands Leben stationsweise nacherzählt: vom Aufwachsen in der Provence über die Schlachten von Jena und Austerlitz bis nach Düsseldorf. Matthias Weiland rezitiert den Tambour in nahezu perfektem Französisch, während Francesco Russo als gealteter Heinrich Heine die Erzählungen auf Deutsch aufnimmt und kontextualisiert. Dieses bilinguale Wechselspiel gelingt auch für nicht Französisch sprechende Zuschauer – weil der Rhythmus zwischen den Sprachen selbst zur dramaturgischen Aussage wird.

Als roter Faden zieht sich Le Grands Trommelspiel durch den Abend. Jean-Jacques Lemêtre – lange Zeit Ensemblemitglied des renommierten Théâtre du Soleil – liefert dazu den musikalischen Unterbau: Mit kaum zählbaren Instrumenten verbindet er den Rhythmus der napoleonischen Feldzüge mit der schwebenden Unmittelbarkeit des Augenblicks. Trommel und Klang werden so zum Träger einer Geschichte, die weit über ihre historische Kulisse hinausweist.

Heine selbst hat das Prinzip einmal benannt: „Ich verstand zwar nicht die Worte, die er sprach, aber da er während des Sprechens beständig trommelte, so wußte ich doch, was er sagen wollte. Im Grunde ist das die beste Lehrmethode.“ In einer Zeit, in der Europa erneut nach Verständigung sucht, erweist sich dieser Satz als erstaunlich gegenwärtig. Das THEATER DER KLÄNGE macht daraus Theater – als Paukenschlag für Menschenrechte, Freiheit und Solidarität.

KONZEPT & REGIE

Künstlerische Leitung / Szenografie: J.U. Lensing
Text: Heinrich Heine & J.U. Lensing
Regieassistenz / französische Übersetzungen / Sprach- und Körpertraining: Jacqueline Fischer

SCHAUSPIELER

Heinrich Heine: Francesco Russo
Armand Le Grand: Matthias Weiland

MUSIK

Jean-Jacques Lemêtre, J.U. Lensing
Multiinstrumentalist (ehem. Théâtre du Soleil)

MUSIKER

Jean-Jacques Lemêtre, J.U. Lensing, Matthias Weiland

AUSSTATTUNG & PRODUKTION

Kostüme: Caterina Di Fiore
Lichtdesign: Markus Schramma, J.U. Lensing
Licht- und Videooperator: Markus Schramma, Mika Sievers
Videodesign: Koproduktionslabor Dortmunder U – Laurin Bürmann
Trommelbau: Graziano Ciofi
Trommelworkshop: Robert Brenner
Requisiten- & Bühnenelementebau: Rainer Ortmann, Mika Sievers
Nutzung von Requisiten, gebaut von Jürgen Steger
und Udo Lensing† (1980er/90er Jahre)

Produktionsleitung: J.U. Lensing
Künstlerisches Betriebsbüro: Julia Roth
Drucksachengestaltung: Ernst Merheim
Social-Media: Mika Sievers
Kommunikation: Natalía Damião, Julia Roth, Mika Sievers
Fotos: Oliver Eltinger

Das Düsseldorfer THEATER DER KLÄNGE folgt mit Heinrich Heines Le Grand einem seiner ältesten künstlerischen Impulse: dem Interesse an den Schnittstellen von Sprache, Klang und politischer Geschichte. Die Begegnung zwischen Heine und dem Tambour Le Grand ist dabei mehr als eine historische Anekdote – sie ist eine Partitur, in der sich revolutionäre Energie, Exilerfahrung und die Frage nach dem Preis der Freiheit zu einem Theaterabend verdichten.

Gefördert durch: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen  ·  Landeshauptstadt Düsseldorf Kulturamt  ·  Stiftung van Meeteren Düsseldorf  ·  Förderverein Klangtheater e.V.  ·  BürgerStiftung Düsseldorf  ·  Heinrich Heine Kreis

Le Grand in der Presse

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