Modul|a|t|o|r

Konzeption & Regie: J.U. Lensing  ·  Choreografische Entwicklung: Jacqueline Fischer, Kerstin Hörner

Jahr & Rahmen

2002

Kooperation ICEM / Folkwang-Hochschule Essen · Ex Machina 2002

Spielstätte

Neue Aula der Folkwang-Hochschule

Essen · Tourdaten: Deutschland, Holland, Belgien

Format

Tanztheater

Tanz · Schauspiel · Interaktive Medienbühne · Live-Elektronik

Über die Produktion

„Nehmen Sie den Mann mit dem erhobenen Arm, 2,20 m hoch. Stellen Sie ihn in zwei übereinander angeordneten Quadrate von 1,10 m; lassen Sie auf den beiden Quadraten ein drittes Quadrat reiten, das Ihnen eine Lösung bringen muss. Der Ort des rechten Winkels wird Ihnen helfen, die Lage dieses dritten Quadrates zu finden.“

— Le Corbusier, „Der Modulor“

Der Modulor ist kein Maßband. Er ist eine These: dass der Mensch das Maß aller Dinge sei – und dass sich daraus, vermittelt durch den Goldenen Schnitt und die Fibonacci-Folge, ein universelles Proportionssystem ableiten lasse. Le Corbusier glaubte daran. Das THEATER DER KLÄNGE hat diese These im Jahr 2002 auf die Bühne gestellt – nicht um sie zu illustrieren, sondern um sie zu befragen: kritisch, humorvoll, mit beträchtlichem technischen Aufwand und dem menschlichen Körper als einzigem Argument.

Das Ergebnis war eine Bühne, die ohne menschliche Anwesenheit tot bleibt: kein Bild, kein Klang. Betritt ein Tänzer den sensorisierten Raum, erwacht das System. Jeder Schritt, jeder Sprung, jede Geste löst elektronische Reaktionen aus – Klangcluster, Live-Videosampling, Bewegungsspuren auf der Projektionsfläche. Die Performer spielen nicht zur Musik; sie spielen die Musik. Für diese interaktive Medienbühne entwickelten Jörg Lensing und Thomas Neuhaus in Kooperation mit dem ICEM der Folkwang-Hochschule Essen das technische Fundament, das 2005 im von der FH-Dortmund finanzierten Forschungsprojekt „PCI – Performer Computer Interaction“ und im Stück HOEReographien seine Weiterführung fand.

Die Uraufführung am 6. November 2002 im Rahmen des „Ex Machina Festival“ in Essen traf auf ein begeistertes Fachpublikum. ballettanz, Süddeutsche Zeitung und Rheinische Post lobten die Verbindung von intellektuellem Konzept, tänzerischer Kraft und technischer Raffinesse. Das Stück tourte anschließend durch Deutschland, Holland und Belgien. Im Anschluss entstanden vier Kurzfilme aus Aufführungssequenzen des Stücks.


Förderung: In Kooperation mit ICEM der Folkwang-Hochschule Essen · Ex Machina 2002 / November Music 2002 · Forschungs-AG „Interaktive Medienbühne NRW“ – Mit freundlicher Unterstützung von: Kulturamt der LH Düsseldorf · Land NRW · Stiftung Van Meeteren

Besetzung

Inszenierung
Jörg U. Lensing

Musikalische Entwicklung
Jörg Lensing, Thomas Neuhaus

Komposition & Programmierung
Thomas Neuhaus

Choreografische Entwicklung & Training
Jacqueline Fischer, Kerstin Hörner

Video
Christian Ziegler

Lichtdesign
Christian Schroeder, Thomas Klaus

Kostüme
Caterina Di Fiore

Bühnenrequisiten
Udo Lensing

Tanz

Ariane Brandt
Carlos Martinez Paz
Florencia Sandoval
Hironori Sugata

Schauspiel

Clemente Fernandez
Jacqueline Fischer

Künstlerisches Betriebsbüro: Petra Weiß
Fotos: Oliver Eltinger

Modul|a|t|o|r – Pressespiegel

→ Zum Pressespiegel

Modul|a|t|o|r – Audio

→ Auf SoundCloud hören