MENSCH UND KUNSTFIGUR
IM KUGELTHEATER
Die Umsetzung einer Theaterutopie
Konzept & Regie: J.U. Lensing
Jahr & Kooperation
2020
In Zusammenarbeit mit dem Planetarium Bochum
Spielstätte
Planetarium Bochum
Zeiss Universarium / Full-Dome-Kuppel
Format
Live-Full-Dome-Spektakel
Tanz · Spatial-Audio · Full-Dome-Video
Produktionstext
Ein Traum wird Wirklichkeit: 100 Jahre nach dem Bauhaus im Planetarium Bochum.
In den 1920er Jahren entwarfen Künstler am Bauhaus Theaterräume, die damals Utopie blieben. Andor Weininger skizzierte ein Kugeltheater. Oskar Schlemmer entwickelte gleichzeitig eine umfassende neue Sicht auf den Menschen. Beide Visionen — das „Kugeltheater“ und das Kompendium „Der Mensch“ — warteten ein Jahrhundert auf ihre theatrale Realisierung: Die Technik fehlte, die Räume wurden nie gebaut.
100 Jahre später sieht das anders aus. Das Planetarium Bochum — 1964 eröffnet, mit Zeiss-Projektor Modell IX „Universarium“, elf Beamern und 64 einzeln ansteuerbaren Lautsprechern — bietet genau den Raum, den diese Utopien verlangten. Das THEATER DER KLÄNGE nutzte diese Möglichkeit: eine Aufführung, die Weiningers Kugeltheater und Schlemmers Menschenbild in gewandelter Form zusammenführt — als Live-Full-Dome-Spektakel mit Tanz, elektronischer Musik im immersiven Spatial-Audio und videografischen Projektionen in die gesamte Kuppel.
Schon mit Das mechanische Ballett, Die mechanische Exzentrik, TRIAS und Das Lackballett hat das THEATER DER KLÄNGE bewiesen, dass es Bauhaus-Theaterideen in sinnlicher und gegenwärtiger Form umzusetzen vermag. Nun werden diese Visionen — 100 Jahre später — für ein heutiges Publikum im Planetarium erfahrbar.
„form und farbe, raum, bewegung, sprache und ton, idee und komposition.“ — Oskar Schlemmer, „unterrichtsgebiet: der mensch“, Bauhaus Dessau 1928
Das Projekt
Das Planetarium Bochum schaffte eigens eine neue Bühne an: ein Rundlauf um den Sternenwerfer, eine erhöhte Tanz-Plattform dahinter. Statt Scheinwerfern an Traversen: in die Wände integrierte, kaum sichtbare Lichter. Über den Tänzerinnen und Tänzern entstanden in der Kuppel Full-Dome-Projektionen, die die live gefilmten Tänzer in bewegte grafische Projektionen umsetzten und diese zeitweise immer wieder mit Schlemmers Skizzen mischten – aus denen die Tanzbewegungen entwickelt wurden.
Gefördert durch das Land NRW, die Stadt Düsseldorf, den NPN (Neustart #steppingout), den Fonds Darstellende Künste (#takecare), die Stiftung van Meeteren, den Förderverein Klangtheater e.V. sowie das Landesbüro freie darstellende Künste NRW.
Besetzung
Regie
J.U. Lensing
Choreografie
Jacqueline Fischer
Musik
Thomas Neuhaus
Video / Full Dome
Yoann Trellu
Figurinen & Kostüme
Caterina Di Fiore
Lichtdesign
Markus Schramma
Künstlerisches Betriebsbüro
Julia Roth
Tanz
Juliette Adrover
Sophia Otto
Christian Paul
Etienne Sarti
Produktionsassistenzen:
Yasmine Colucci, Raphael Schlierf
Mensch und Kunstfigur – Pressespiegel
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